Inhalte der Kurse
Psychosomatische Grundversorgung

Inhalte der Intensivkurse “Psychosomatische Grundversorgung”

Ob Sie sich für bestimmte Facharztprüfungen anmelden – die EBM Ziffern 35100, 035110 abrechnen – am Hausarztvertrag teilnehmen – Akupunkturleistungen mit der gesetzlichen Krankenversicherung wollen – in sehr vielen Fällen ist das Kursbuch (Curriculum) „Psychosomatische Grundversorgung“ vorgeschrieben. Was umfasst dieses und was sind die Inhalte der Kompaktseminare?

Was beinhaltet das Kursbuch „Psychosomatische Grundversorgung“

Insgesamt werden in dem Curriculum die Ableistung von 80 Stunden gefordert. Diese bestehen aus

  • 20 Stunden Theorie
  • 30 Stunden Handlungskompetenz
  • 30 Stunden Balintgruppe

Sind diese 80 Stunden in den Kompaktseminaren enthalten

Insgesamt werden in dem Curriculum die Ableistung von 80 Stunden gefordert. Diese bestehen aus

  • Die 50 stündigen Intensivkurse Psychosomatische Grundversorgung umfassen die kompletten 20 Stunden Theorie und die kompletten 30 Stunden Handlungskompetenz.
  • Bei einem Teil der Intensivkurse werden 10 Stunden Theorie vorab als E-Learning absolviert – bei diesen Kursen umfasst der Präsenzanteil nur 5 Tage – anstatt der sonst üblichen 7 Tage.
  • Die 30 Stunden Balintgruppe müssen getrennt besucht werden, da laut dem Kursbuch zwischen erster und letzter Stunde Balintgruppe mindestens 6 Monate liegen müssen. Mehr Informationen zu den Balintgruppen erhalten Sie auf der Seite Balintgruppen

Was ist das Ziel des Moduls Handlungskompetenz

Die Handlungskompetenz soll selbstständig und situationsadäquat durchgeführt werden können – sie umfasst

  • die Ärztliche Gesprächsführung
  • den Umgang mit Patienten mit spezifischen Interaktionsmustern
  • die verbalen Interventionen zum Erkennen und Behandeln wesentlicher Krankheitsbilder und Problembereiche

Ziel ist die erfolgreiche Gestaltung der Arzt-Patienten-Beziehung und die Kenntnis darüber, wie Interaktionsmuster diagnostische wie therapeutische Entscheidungen beeinflussen können.

Das Kursbuch beschreibt die Inhalte der Handlungskompetenz wie folgt:

Ärztliche Gesprächsführung

  • Grundhaltungen: Verständnis, Respekt und Wertschätzung für den Patienten, salutogenetische Orientierung
  • Gesprächstechniken, z. B. aktives Zuhören und ausreden lassen, Patientenperspektive zusammenfassen, offener Fragestil, Warten, Wiederholen, Spiegeln, Verbalisieren von Gefühlen, zirkuläre Fragen, deuten und positiv umdeuten, ressourcenorientierte Fragen, loben, partizipative Entscheidungsfindung
  • typische Gesprächssituationen, z. B. im Rahmen der Anamnese, Aufklärung, Übermittlung belastender Nachrichten, Motivation, Bilanzierung und Krisenintervention

Umgang mit Patienten mit spezifischen Interaktionsmustern

  • Umgang mit Patienten mit dysfunktionalen störungsaufrechterhaltenden Interaktionsmustern, z. B. ängstlich, depressiv, histrionisch, narzisstisch, zwanghaft, aggressiv kontrollierend oder schüchtern angepasst
  • Umgang mit Patienten mit unzureichenden persönlichkeitsstrukturellen oder sozialen Kompetenzen
  • Selbstreflexion und deren Berücksichtigung im Umgang mit Patienten

Verbale Interventionen zum Erkennen und Behandeln wesentlicher Krankheitsbilder und Problembereiche, z. B. bei

  • nicht spezifischen, funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden
  • chronischen somatischen Erkrankungen und Schmerzzuständen
  • Essstörungen
  • Angst- und depressiven Störungen
  • Traumatisierungen und Traumafolgestörungen
  • besonderen Lebenssituationen

Die 30 Stunden Handlungskompetenz bestehen in der Regel aus praktischen Übungen und Diskussionen anhand von Fallbeispielen, Kleingruppenarbeiten und können Videomaterial enthalten, bzw. eigene Videoübungen.

Was ist das Ziel des Moduls Theorie

Bei den 20 Stunden des Mosuls Theorie geht es um die Vermittlung von Fakten- und Begründungswissen zur

  • Biopsychosozialen Krankheitslehre und Diagnostik
  • Ärztlichen Gesprächsführung und
  • Der Bedeutung und Gestaltung der Patienten – Arzt – Beziehung

Im Einzelnen beschreibt das Kursbuch die Inhalte der Theorie wie folgt

Biopsychosoziale Krankheitslehre und Diagnostik

  • Bio-psycho-soziales Krankheitsverstehen
  • Differentialdiagnostische Abgrenzung und Indikation zur fachspezifischen Behandlung von Angststörungen, Depressionen, somatoformen Körperbeschwerden, Posttraumatischen Belastungsstörungen, Zwangsstörungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen und Psychosen
  • Adaptive und maladaptive Stressverarbeitung
  • Erkennen von Suizidalität
  • Interpersonelle und intrapsychische Konflikte, Traumata, biografische Entwicklung
  • Erkennen einer dysfunktionalen störungsunterhaltenden Beziehungsgestaltung, z. B. ängstlich, depressiv, histrionisch, narzisstisch, zwanghaft
  • Differentialindikation von Psychotherapie-Verfahren
  • Umgang mit Patienten mit chronischen somatischen Krankheiten, Schmerzzuständen, nicht spezifischen funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden, traumatischen Erfahrungen sowie Patienten in Krisen und belastenden Lebenssituationen
  • Kooperieren im psychotherapeutischen Versorgungssystem

Ärztliche Gesprächsführung

  • Ärztliche Gesprächsführung insbesondere im Rahmen der Anamnese, Aufklärung, Übermittlung belastender Nachrichten, Motivation, Bilanzierung, Krisenintervention
  • Ärztliche Gesprächsführung mit mehreren, z. B. Familien, Paaren, anderen Gruppierungen
  • Verbale und non-verbale Interventionstechniken
  • Soziale, ressourcenorientierte Interventionen als Behandlungsmaßnahmen
  • Arbeit im Team

Bedeutung und Gestaltung der Patient-Arzt-Beziehung

  • Psychodynamik und therapeutische Bedeutung der Patient-Arzt-Beziehung
  • Gestaltung einer kooperativen Patient-Arzt-Beziehung

Mit welchen Schwerpunktsetzungen der jeweilige Kompaktkurs „Psychosomatische Grundversorgung“ durchgeführt wird, ist dabei immer auch abhängig davon, wie sich die Gruppe zusammensetzt und welche fachlichen Schwerpunkte von den Gruppenmitgliedern eingebracht werden.

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Geschäftsführer der Seminarorganisation Fuchs